Es tut sich was im Ländle, Startups!

Es tut sich was im Ländle, Startups!

Es tut sich was im Ländle, Startups!

Seit nunmehr 3 Jahren beobachte ich die Startup-Szene. Mein besonderer Fokus liegt dabei auf Böblingen und Stutgart.

Großartiges Bildungsangebot

Zwar haben wir in Böblingen keine IT-Startups, doch es gibt mit dem HHZ (Hermann Hollerith Zentrum) erstmalig Studenten, die in Studiengängen wie Services Computing perfekt für die Startup-Welt vorbereitet werden. Je spezifizierter die Studiengänge, desto besser. Es braucht in den Fachgebieten absolute Experten, das Angebot ist hervorragend. Ich bin mir sicher: Am Bildungsangebot wird die Zukunft nicht scheitern. An den Bildungseinrichtungen wird hervorragende Arbeit geleistet. Fehlende Kreativität, Faulheit und eine technologiefeindliche Kultur, haben diese nicht zu verantworten.

Rahmenbedingungen sind top!

Auch an der Bürokratie, dem Steuersystem sollte es Verbesserungen geben. Doch auch hier sehe ich nicht die Ursache dafür, dass bisher – mit Ausnahme von Teamviewer – noch nicht die großen Unternehmen aus Startups entstehen konnten. Der allgemeine Startup-Hype ist erfreulich. Jede Stadt,  jede Uni hat mindestens einen Startup-Beauftragten. Alle wollen, das ist großartig!

Super Veranstaltungsangebot

Jeden Abend gibt es in der Region tolle Events für Gründer. Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung wurde im Startup Campus Stuttgart unterzeichnet. Das ist doch ein Signal.

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Was ich vermisse

Was ich vermisse ist ein Ort an dem – analog dem Silicon Valley- mehrere tausend Entwicklern und Kreative zusammentreffen. Der beste Startup-Event der Region, der nur jährlich stattfindet, kommt gerade mal auf 50 Entwickler.
Neue motivierte, hochqualifizierte Mitarbeiter, Mitgründer, Partner zu finden –  ist somit nahezu unmöglich. Ich kenne in Stuttgart keinen einzigen Fall, bei dem sich Gründer über das Internet oder einen Startup-Event gefunden haben.
Es gibt in im Raum Stuttgart bestimmt 100 CoWorking Spaces mit jeweils maximal 30 Personen – mit viel Glück, sind zwei Entwickler dabei. In Karlsruhe ist die Situation nicht besser. Es gibt für mich keinen Grund so einen Standort aufzusuchen.

Die Lösung – es passiert!

Insgesamt gibt der Staat bereits heute zu viel Geld für Startups aus.  Das ist unfair gegenüber denen die nichts haben. Ein Epizentrum an Startups und Co-Workern könnte man mit sehr wenig Geld aufbauen.

Vor einer Woche habe ich zufällig von einem Projekt erfahren, das genau solch ein Ort erzeugen möchte und bereits mit der Umsetzung begonnen hat. Die Bauer/Projektleiter sind prämierte Raumgestalter und bauen kreative (googlige) Raumflächen für renommierte Unternehmen. Auf 37.000 qm sollen Arbeitsplätze für Startups entstehen. Neben einem Konferenzsaal (7. Stock) wird ein Fitnessstudio geben, sowie ein Restaurant (Erdgeschoss), ein Hotel und sogar ein Club wird integriert. Ich bin gespannt, ob man damit einen repräsentativen Ort erzeugen kann, ein Sinnbild für den Wandel der Region. Ich hoffe es sehr!

Das Risiko

Das Projekt ist sehr undeutsch und wirkt gigantisch. Was wenn sich nicht genügend Mieter finden? Ich hoffe, man hat einen langen Atem. Ich würde mir hierfür Unterstützung für die Betreiber von der Landesregierung wünschen, so wie das bei der S-Bahn ebenfalls erfolgt. Bei Stuttgart 21 werden 8.000€ pro Eidechse ausgegeben. 10.000 Eidechsen sollten auf dem Baugebiet beheimatet sein.

Warum nicht 10.000€ pro Gründer/CoWorker für ein Startup-Eipzentrum investieren?

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